Programm

„Wem gehört die Straße?- Fahrscheinlos durch Düsseldorf“
Kongress zur Verkehrspolitik in Düsseldorf
Samstag, 20. Februar 2016 | 10.00 – 17.00 | ZAKK

10.00 – 10.15 Begrüßung, Vorstellung und Tagesablauf

10.15 – 10.45 Einstieg in das Thema fahrscheinloser ÖPNV: Aus linker Perspektive für eine soziale und ökologische Verkehrspolitik (Prof. Heiner Monheim, Verkehrsexperte, em. Universität Trier)

10.45–11.15 Warum brauchen wir ein alternatives Verkehrskonzept in Düsseldorf – eine Bestandsaufnahme (Anja Vorspel, Ratsfraktion DIE LINKE Düsseldorf)

11.15 – 12.00 Berichte und Erfahrungen aus anderen Städten
(Matthias Bärwolff, Ratsfraktion DIE LINKE Erfurt und Michael Weisenstein, Ratsfraktion DIE LINKE Köln)

12.00 – 12.45 Mittagspause                                                                                                                                    Kostenloses Essen und Getränke stehen bereit.

12.45 – 13.00 Vorstellung der Arbeitsgruppen

13.00 – 15.00 Arbeitsgruppen

  • Was bedeutet ein fahrscheinloser ÖPNV für den Radverkehr? (Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende ADFC Düsseldorf)

Radfahren muss attraktiver gestalten werden, auch um den ÖPNV zu entlasten. Außerdem muss die Kombination von Radfahren und ÖPNV erleichtert werden. Auch in Hinblick auf das Konzept des fahrscheinlosen ÖPNV – was muss sich in Düsseldorf verändern, um Radverkehr attraktiver zu gestalten, so dass sich mehr Menschen dazu entscheiden auf das Fahrrad umzusteigen oder Teilstrecken mit diesem zurückzulegen? In dieser Arbeitsgruppe wird über alternative Radwegeplanung und Ausbau des Radewegenetzes in Düsseldorf ebenso diskutiert, wie über ein städtisches Leihradsystem (mit Anbindung an Haltestellen), bessere Abstellgelegenheiten, Halteringe, Aufpumpstationen, Fahrradampeln/vorfahrt usw. …

  • Verkehrswende – und wer finanziert´s?  (Prof. Heiner Monheim)

Der Pariser Klimagipfel hat es mal wieder deutlich gemacht. Eine Verkehrswende ist unumgänglich. Dazu gehört ein Ausstieg aus der fossilen Automobilität. Der wird aber nur gelingen, wenn attraktive Alternativen entwickelt werden. In Stadt und Land. Und wenn deren Nutzung ebenso selbstverständlich und routiniert wird, wie die heutige Autonutzung. Ein Reisehemmnis für einen attraktiven ÖPNV für Alle sind dessen komplizierten Zugangshürden über einen abschreckenden Tarifdschungel. Stattdessen brauchen wir ein einfaches umlagefinanziertes Bürgerticket als eine Art BahnCard 100 für alle. Und wir brauchen ein ÖPNV-Angebot, das in Stadt und Land die nötige Kundennähe bietet. Dafür braucht es eine grundlegende Reform der Verkehrsfinanzierung, damit mehr Geld in kundenfreundliche Systeme investiert werden kann, mit dichten Netzen, einem durchgängigen dichten Deutschlandtakt und viel mehr Haltestellen.

  • Fit für die Verkehrswende – mehr als „nur“ Radwege (Matthias Bärwolff)

Eine Stadt für´s Auto oder für Menschen? Klar, auf Mobilität sind wir alle angewiesen, aber welche Mobilität wünschen wir uns und wie lässt sich urbane Mobilität sinnvoll gestalten? Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, wie sich Stadtentwicklung und kommunale Verkehrspolitik auf einen Umbau der Verkehrssysteme einstellen können. Die Verkehrswende und der Umbau urbaner Mobilitätsstrukturen sind Projekte, die auf verschiedenen Ebenen ansetzen; um nicht den Überblick zu verlieren und an strategisch wichtigen Punkten anzufangen wollen wir einen Überblick über Handlungsfelder und Instrumente kommunaler Verkehrspolitik geben.

  • Was tun auf dem Weg zum fahrscheinlosen ÖPNV? (Michael Weisenstein)

Die Einführung des umlagefinanzierten ÖPNV ist ein langwieriger Prozess. Bis zur Einführung bedarf es vieler Zwischenschritte. Die ÖPNV Infrastruktur muss ausgebaut werden. Eventuell muss die gesetzliche Grundlage in NRW hierfür geändert werden. Wie bei allen großen Projekten ist es wichtig, Bündnispartner zu gewinnen: Der VCD, der ADFC, Einzelhändler und Taxianbieter. In Köln konnten wir SPD und Grüne gewinnen mit uns an einem Zwischenziel zu arbeiten. Wir wollen gemeinsam eine Initiative/einen Verein gründen. Das Vereinsziel: Sehr preisgünstige ÖPNV Abos für die Mitglieder

15.00 – 17.00 Zusammentragen der Workshopergebnisse
Im Anschluss: Diskussion, nächste Verabredungen treffen und Perspektiven formulieren